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Eigentum sichern und KfW-Zuschuss dafür erhalten

Kredit Zuschuss zur Sicherung Ihrer Immobilie
Neu: KfW Kredit-Zuschüsse für Sicherheit.

Um Ihren Traum von den eigenen vier Wänden bestmöglich in die Tat umzusetzen, investieren Sie viel Geld, Zeit und Engagement. Wahrscheinlich legen Sie – wie viele andere Häuslebauer auch – dabei Wert auf Energieeffizienz, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit. Der Schutz des Eigentums kommt jedoch oft zu kurz. Die seit 2009 stetig steigenden Zahlen von Einbrüchen bundesweit zeigen hingegen, dass die Einbruchsicherung unbedingt in das Bauvorhaben eingeplant werden sollte. So wurden 2014 152.123 Einbrüche und Einbruchsversuche der Polizei gemeldet. Das ist erneut ein Mehr an 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Weg ins Haus bzw. in die Wohnung führte zumeist durch leicht zugängliche Fenster, Wohnungs- oder Balkontüren. Die Ursache dafür liegt häufig in der veralteten Sicherheitstechnik oder im Fehlverhalten der Bewohner. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Parallel dazu häuften sich die Fälle missglückter Versuche von 40,2 auf 41,4 Prozent, weil die Einbrecher durch verschiedene Schutzmaßnahmen der Bewohner an ihrem Vorhaben gehinderten wurden. Die Statistik belegt ebenso, dass die vorbeugenden Maßnahmen effektiver sind als die Ermittlungen danach. Denn die Aufklärungsquote liegt lediglich bei 15,9 Prozent.

KfW-Zuschüsse zur Einbruchsicherung

Damit die Bilanz der gescheiterten Einbruchsversuche in Zukunft noch besser wird, erhalten Hausbesitzer und Mieter bereits seit November 2015 Unterstützung von der KfW, der staatlichen Förderbank, in Form von Zuschüssen. Gefördert werden 10 Prozent der Kosten im Rahmen des KfW-Programms „Altersgerecht Umbauen“. Das bedeutet – egal ob Neubau, Bestandsbau oder Mietwohnung –, wenn Sie eine Summe zwischen 2.000 Euro und 15.000 Euro in die Einbruchsicherung, wie sichere Türen und Fenster, Schließsysteme, Rollläden, Gegensprechanlage bzw. Alarmanlage, investieren, erhalten Sie von der KfW bis zu 1.500 Euro zurück. Zudem ist die Förderung mit anderen Programm, wie „Energieeffizient sanieren“ kombinierbar. Ab dem 1. April 2016 haben Sie darüber hinaus die Möglichkeit, zur Finanzierung der Einbruchsicherung vergünstigte KfW-Kredite zu beantragen.

Einbruchsicherung von Profis einbauen lassen

Zusätzliche Statistik über Wichtigkeit der Einbruchssicherheit für Kredit-Zuschuss
Statistik der polizeilichen Kriminalprävention

Um den Zuschuss auch wirklich zu erhalten, müssen Sie jedoch auf ein paar Aspekte achten. Die Kosten können sowohl die eingesetzten Materialien als auch die erbrachte Handwerkerleistung umfassen. Wichtig ist jedoch, dass die Arbeiten von einem Fachmann vorgenommen werden und einbruchhemmendes Material eingesetzt wird. Außerdem müssen Sie den Zuschuss vor Beginn der Baumaßnahmen beantragen. Dazu genügen Kostenvoranschläge. Die Rechnungen können Sie dann im Nachgang einreichen. Das Geld erhalten Sie drei Monate, nachdem Ihre Unterlagen geprüft wurden.

Aber Obacht: Haben Sie für Handwerkerdienstleistungen KfW-Zuschüsse erhalten, können Sie diese Kosten nicht mehr bei der nächsten Steuererklärung geltend machen. Daher ist es ratsam, wenn Sie im Vorfeld prüfen, was sich mehr rentiert: bezuschussen oder von der Steuer absetzen. Im Übrigen kann Ihr besser geschütztes Eigentum unter Umständen auch Vorteile bei Ihrer Hausratsversicherung bringen. Fragen Sie daher bei Ihrer Versicherung an, ob Sie in dem Fall Vergünstigungen bekommen.

Welche Tür ist sicher? Polizeiliche Beratungsstellen helfen

Bei der Entscheidung, welche Einbauten zum besseren Schutz Ihres Eigentums sinnvoll sind, sollten Sie sich kompetent beraten lassen. Denn nicht jede Maßnahme passt zu jeder Immobilie und kann sogar unnütz teuer sein. Bei Türen, Fenstern, Rollläden und Schlössern sollten Sie beachten, dass sie mindestens der Widerstandsklasse 2 entsprechen. Somit weisen sie in ihrer Gesamtkonstruktion keine Angriffspunkte auf und sind demzufolge aus einem Guss. Die polizeiliche Beratungsstelle hält hierfür online ein Verzeichnis, das Sie über die verschiedenen einbruchhemmenden Produkte informiert, bereit. Daneben können Sie natürlich auch die polizeiliche Beratungsstelle vor Ort in Ihrer Nähe aufsuchen, die Sie umfassend zum Thema beraten wird. Weitere Informationen erhalten Sie ebenfalls auf der Internetseite der Kampagne „K-Einbruch“, eine Initiative der Polizei und Partnern aus der Wirtschaft.
Quellenangabe: Bild und Statistiken von Polizeiliche Kriminalprävention