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In Krisenzeiten Geld investieren – sinnvoll oder gefährlich?

Jeder, der sein Geld anlegt, muss mit Krisen rechnen. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, können solche Krisen immer wieder auftreten. Die Corona-Krise ist ein aktuelles Beispiel dafür. Gibt es gute Anlagemöglichkeiten für Krisenzeiten?

Krisenzeiten und Finanzkrise

Eine Krise wird als ein Höhepunkt oder Wendepunkt in einer schwierigen Lage definiert. Dabei stellt sich die Frage, ob die Krise ihren Höhepunkt schon erreicht hat oder wann sie ihn erreicht. Ein Beispiel für eine Wirtschaftskrise ist 2007/2008. Eine Krise wird immer durch ein besonderes Ereignis ausgelöst. Im Fall von 2007/2008 waren die Finanzpolitik der USA und das Platzen der Immobilienblase für die Krise verantwortlich. Eine Wirtschaftskrise geht immer mit einer Finanzkrise einher. Die Unternehmen leiden unter der Lage. Investoren halten sich zurück. Aktienkurse sinken in den Keller. Der Auslöser der aktuellen Finanzkrise ist Corona.

Investitionsmöglichkeiten und deren Vor- und Nachteile

Die Möglichkeiten für Anleger sind vielfältig. Möchten Sie investieren, müssen Sie entscheiden, ob Sie bereit sind, für einen möglichen hohen Gewinn ein Risiko einzugehen. Die folgenden Investitionsmöglichkeiten sind mehr oder weniger risikoreich.

Sparbücher, Tagesgeld, Festgeld

Diese Geldanlagen sind sicher, auch in Krisenzeiten. Sicherheit ist durch die Einlagensicherung gewährleistet, die pro Konto mindestens 100.000 Euro beträgt. Der Nachteil liegt in den außerordentlich niedrigen Gewinnen in Form von Zinsen.

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Immobilien

Das sogenannte Betongold galt lange Zeit als sicher. Nicht jeder hat jedoch genug Geld, um ein Haus zu kaufen, das er vermieten kann. Eine Alternative dazu sind Immobilienfonds: Die Investition ist bereits mit geringeren Beträgen möglich. Die Investmentfonds oder ETFs bieten eine bessere Risikostreuung. Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.

Gold und andere Edelmetalle

Gold und andere Edelmetalle sind eine gute Investitionsmöglichkeit in Krisenzeiten. Der Preis ist relativ stabil. Diese Edelmetalle können im Wert steigen, da sie nur begrenzt in der Natur verfügbar sind. Eine Alternative zu Gold in physischer Form sind Zertifikate auf den Goldpreis, die jedoch äußerst spekulativ sind.

Aktien

Aktien können hohe Gewinne in Form von Renditen und Dividenden versprechen. Der Nachteil besteht darin, dass sie äußerst anfällig für Krisen sind und die Kurse schnell abrutschen können.

Investmentfonds und ETFs

Investmentfonds gibt es auf viele Anlagemöglichkeiten, beispielsweise auf Aktien, Immobilien oder Schiffe. ETFs sind börsengehandelte Fonds auf Indizes wie den DAX oder den MSCI World. Sie enthalten eine Vielzahl an Aktien und bieten eine gute Risikostreuung. Sie versprechen auch attraktive Gewinne. Bei den Fonds kann es in Krisenzeiten zu erheblichen Kurseinbrüchen kommen.

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Geld anlegen während der Corona-Krise

Das Coronavirus hat die Wirtschaft fest im Griff. Zahlreiche Unternehmen mussten für ihre Mitarbeiter Kurzarbeit anmelden, um Massenentlassungen zu vermeiden. Viele andere Betriebe sind von der Insolvenz betroffen oder stehen kurz davor. Vielleicht sind Sie auch von der Corona-Krise betroffen, da Sie schon entlassen wurden oder sich in Kurzarbeit befinden. Für Anleger, die in Aktien oder ETFs investiert haben, sieht es mit den Finanzen schlecht aus. Die Kurse sind in den Keller gerutscht. Wo und wann die Talfahrt endet, darüber kann nur spekuliert werden. Sie fragen sich sicher, ob Sie jetzt anlegen oder noch warten sollten.

Geld investieren in Krisenzeiten

In jedem Fall sollten Sie auf die Krise nicht mit Panik reagieren. Wie ein Finanzexperte erklärt, entsteht eine Krise oft aus den Befürchtungen, dass sie eintritt. Sie sollten also Normalität walten lassen. Konsum kann die Wirtschaft wieder ankurbeln, wenn eine Rezession droht. Das ist jedoch kein Signal, jetzt unüberlegt das Geld auszugeben.
Haben Sie Ihr Geld auf einem Bankkonto, ist es sicher. Allerdings nützt es nicht viel, da zahlreiche Banken bereits Negativzinsen berechnen. Vielmehr sollten Sie überlegen, welche Geldanlage für Sie am besten geeignet ist.

Es mag verlockend sein, jetzt in Aktien zu investieren. Die Kurse sind niedrig, was ein guter Zeitpunkt für den Einstieg wäre. Es ist aber nicht sicher, ob sich die Kurse wieder erholen, da nicht gesagt werden kann, wie das Unternehmen die Krise übersteht.
Besser geeignet ist ein Investmentfonds auf Aktien oder ein Aktien-ETF. Da Aktien von mehreren Unternehmen enthalten sind, ist eine gute Risikostreuung gewährleistet. Die Kurse der ETFs sind während der Krise zumeist stark abgerutscht. Das stellt einen guten Zeitpunkt für eine Investition dar.

Auswirkungen der Corona-Krise

Einige Experten gehen davon aus, dass die Corona-Krise für die Wirtschaft noch schwerwiegender ausfallen wird als die Wirtschaftskrise 2007/2008. In Deutschland wird ein Rückgang des Wirtschaftswachstums um bis zu 5 Prozent erwartet. Um ganze Branchen zu retten, muss der Staat mit enormen Beträgen einspringen. Das führt zu einer hohen Staatsverschuldung.

Die letzte Krise hat gezeigt, dass sich die Aktienkurse nach einer Krise schnell wieder erholen können. Das wird auch bei der jetzigen Corona-Krise erwartet. Möchten Sie gleich jetzt investieren, ist das keine gute Idee. Sie sollten warten, bis die Schutzmaßnahmen wieder gelockert werden. In einigen Unternehmen ist bereits Normalität eingekehrt.

Möchten Sie investieren, sollten Sie das scheibchenweise tun. Sie sollten nicht gleich einen großen Betrag anlegen. Gut geeignet ist ein Sparplan auf einen ETF, den Sie jetzt eröffnen können. In jedem Monat zahlen Sie einen geringen Betrag ein. In wirtschaftlich besseren Zeiten können Sie die Sparraten auch steigern.

Während der Corona-Krise sollten Sie bei Investitionen überlegt handeln. Sie sollten auf eine breite Risikostreuung achten und nicht ihr gesamtes Geld einsetzen. Mit einem Aktienfonds oder ETF erzielen Sie eine gute Risikostreuung.

Copyright Bild: © belchonock (depositphotos.com)
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