Auf dem Girokonto wird Erspartes häufig kaum oder gar nicht verzinst. Mit einem Tagesgeldkonto können Sie Ihr Geld flexibel anlegen und gleichzeitig von attraktiven Zinsen profitieren. Welche Bank aktuell die besten Konditionen bietet, hängt dabei unter anderem von Ihrem Anlagebetrag und der gewünschten Anlagedauer ab.
Unser Tagesgeld-Vergleich hilft Ihnen, aktuelle Angebote verschiedener Anbieter schnell gegenüberzustellen. So sehen Sie auf einen Blick, welche Zinsen möglich sind und welches Tagesgeldkonto zu Ihrer Geldanlage passen könnte.
Tagesgeldkonten im Vergleich: Zinsen & Konditionen 10/2026
Vergleichen Sie aktuelle Tagesgeldangebote und finden Sie passende Konditionen für Ihre Geldanlage. Wählen Sie einfach Ihren Anlagebetrag, die gewünschte Anlagedauer und bei Bedarf die passende Einlagensicherung aus. Über die weiteren Filter können Sie die Ergebnisse zusätzlich eingrenzen. So finden Sie schnell das Tagesgeldkonto, das zu Ihren Vorstellungen passt.
So funktioniert unser Tagesgeld-Vergleich
Die dargestellten Tagesgeldangebote und Konditionen werden über unseren Partner financeAds bereitgestellt. Sie können die Ergebnisse anhand Ihres Anlagebetrags, der gewünschten Anlagedauer und weiterer Kriterien filtern und vergleichen.
Achten Sie bei der Auswahl neben dem Zinssatz insbesondere auf Aktionsdauer, Basiszins, Einlagensicherung und mögliche Voraussetzungen. Der angezeigte Zinsertrag zeigt, welchen Ertrag das jeweilige Angebot auf Basis Ihrer gewählten Einstellungen erzielen kann.
Tagesgeldzinsen sind variabel und können sich ändern. Maßgeblich sind daher immer die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.
Tagesgeld: Das Wichtigste in Kürze
Tagesgeld eignet sich für Geld, das flexibel verfügbar bleiben und trotzdem verzinst werden soll. Die wichtigsten Eigenschaften eines Tagesgeldkontos haben wir hier kurz für Sie zusammengefasst.
Jederzeit verfügbar
Auf das Guthaben eines Tagesgeldkontos können Sie grundsätzlich jederzeit zugreifen. Auszahlungen erfolgen in der Regel über das hinterlegte Referenzkonto.
Variable Zinsen
Der Zinssatz eines Tagesgeldkontos kann sich jederzeit ändern. Viele Banken bieten Neukunden zunächst einen höheren Aktionszins, der nur für einen bestimmten Zeitraum gilt.
Keine feste Laufzeit
Bei Tagesgeld gibt es normalerweise keine feste Anlagedauer und keine klassische Kündigungsfrist. Dadurch bleibt Ihr Geld flexibel verfügbar.
Girokonto als Referenzkonto
Für ein Tagesgeldkonto benötigen Sie meist ein Girokonto als Referenzkonto. Darüber zahlen Sie Geld ein und lassen sich Guthaben wieder auszahlen.
Einlagensicherung schützt Guthaben
Tagesgeld fällt grundsätzlich unter die gesetzliche Einlagensicherung. Welche Sicherung gilt, richtet sich insbesondere danach, in welchem Land die Bank ihren Sitz hat.
Tagesgeldzinsen verändern sich deutlich über die Zeit. Während der durchschnittliche Tagesgeldzins bei 5.000 Euro Anlagebetrag Ende 2008 noch bei über 4 % lag, fiel er in der Niedrigzinsphase zeitweise fast auf null. Seit 2023 sind Tagesgeldzinsen wieder deutlich gestiegen. Für den Tagesgeld-Vergleich ist diese Entwicklung wichtig, weil sie aktuelle Angebote besser einordnen lässt. Ein hoher Zinssatz kann heute attraktiv wirken, sagt allein aber wenig darüber aus, ob er dauerhaft gilt oder nur als kurzfristiger Aktionszins angeboten wird.
Die folgende Grafik zeigt die Entwicklung der durchschnittlichen Tagesgeldzinsen in den vergangenen zwei Jahren. So sehen Sie, wie sich das allgemeine Zinsniveau zuletzt verändert hat und können aktuelle Angebote im Vergleich besser bewerten.
Durchschnittlicher Tagesgeldzins bei 5.000 Euro Anlagebetrag. Klicken oder tippen Sie auf die Kurve, um die Monatswerte anzuzeigen.
Wie hoch die Zinsen auf einem Tagesgeldkonto ausfallen, hängt unter anderem vom allgemeinen Zinsniveau ab. Eine wichtige Orientierung geben dabei die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (EZB). Steigen oder fallen diese, können sich mit der Zeit auch die Sparzinsen der Banken verändern.
Die Banken entscheiden jedoch selbst, welchen Tagesgeldzins sie ihren Kunden anbieten und wie schnell sie auf Veränderungen am Zinsmarkt reagieren. Deshalb können sich die Zinssätze verschiedener Anbieter auch bei gleichem Marktumfeld deutlich unterscheiden.
Zusätzlich spielt die jeweilige Geschäftsstrategie der Bank eine Rolle. Manche Anbieter werben beispielsweise mit besonders hohen, zeitlich begrenzten Aktionszinsen, um neue Kunden oder zusätzliches Sparguthaben zu gewinnen.
Wie sich die Leitzinsen aktuell entwickeln und welche Entscheidungen die EZB zuletzt getroffen hat, erfahren Sie in unserer regelmäßig aktualisierten Zinsprognose.
Warum können aktuelle Top-Zinsen deutlich höher sein?
Die dargestellte Zinsentwicklung zeigt Durchschnittswerte und nicht die jeweils höchsten verfügbaren Tagesgeldzinsen. In unserem Tagesgeld-Vergleich sind aktuell bis zu 4,10 % Zinsen möglich. Besonders hohe Zinssätze sind häufig zeitlich begrenzte Aktionsangebote für Neukunden und können deshalb deutlich über dem allgemeinen Zinsniveau liegen.
Für die Auswahl eines konkreten Angebots sollten Sie daher neben dem aktuellen Zinssatz auch berücksichtigen, wie lange der Aktionszins gilt und welcher Basiszins anschließend gezahlt wird.
Wie hoch der Zinsertrag eines Tagesgeldkontos ausfällt, hängt vom Anlagebetrag, dem Zinssatz und der Dauer der Anlage ab. Schon kleine Unterschiede beim Zinssatz können sich bei höheren Beträgen oder längerer Anlagedauer bemerkbar machen.
Beispiel: Zinsertrag bei 10.000 Euro Anlagebetrag
Die folgende Tabelle zeigt den möglichen Zinsertrag bei unterschiedlichen Tagesgeldzinsen und einer gleichbleibenden Verzinsung über den jeweiligen Zeitraum.
Die Angabe „p. a.“ steht für „pro Jahr“. Ein Zinssatz von beispielsweise 3 % p. a. bedeutet, dass bei gleichbleibender Verzinsung innerhalb eines Jahres 3 % Zinsen auf das angelegte Guthaben anfallen. Wird das Geld nur für einen Teil des Jahres angelegt, fällt der Zinsertrag entsprechend zeitanteilig aus.
Zinssatz p. a.
3 Monate
6 Monate
9 Monate
12 Monate
2,00 %
50 €
100 €
150 €
200 €
3,00 %
75 €
150 €
225 €
300 €
4,00 %
100 €
200 €
300 €
400 €
Bei 10.000 Euro Anlagebetrag macht ein Unterschied von einem Prozentpunkt über zwölf Monate bereits 100 Euro Zinsertrag aus.
Auch der Anlagebetrag macht einen Unterschied
Bei einem beispielhaften Zinssatz von 3 % pro Jahr ergeben sich folgende Zinserträge:
Anlagebetrag
3 Monate
6 Monate
9 Monate
12 Monate
5.000 €
37,50 €
75 €
112,50 €
150 €
10.000 €
75 €
150 €
225 €
300 €
25.000 €
187,50 €
375 €
562,50 €
750 €
50.000 €
375 €
750 €
1.125 €
1.500 €
Die Beispiele gehen von einem gleichbleibenden Zinssatz aus und zeigen den Zinsertrag vor Steuern. Bei Tagesgeld können sich die Konditionen jederzeit ändern.
Besonders bei Aktionsangeboten sollten Sie außerdem auf die Dauer des beworbenen Zinssatzes achten. Gilt ein hoher Aktionszins beispielsweise nur für drei oder sechs Monate, wird das Guthaben anschließend häufig mit einem niedrigeren Basiszins verzinst.
Worauf sollten Sie beim Tagesgeld-Vergleich achten?
Ein hoher Zinssatz ist wichtig, aber nicht das einzige Kriterium bei der Wahl eines Tagesgeldkontos. Entscheidend ist, wie lange der angebotene Zins gilt, welche Konditionen danach greifen und ob das Angebot zu Ihrem Anlagebetrag passt. Mit den folgenden Punkten können Sie Tagesgeldangebote besser einschätzen.
Aktionszins und Basiszins vergleichen
Viele Banken bieten zunächst einen besonders hohen Aktionszins. Dieser gilt häufig nur für Neukunden und einen begrenzten Zeitraum. Danach wird das Guthaben mit dem regulären Basiszins verzinst, der deutlich niedriger sein kann.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur den Aktionszins, sondern auch den Basiszins nach Ablauf des Angebots.
Dauer der Zinsgarantie beachten
Bei einem Aktionszins ist entscheidend, wie lange die Bank den Zinssatz garantiert. Ein etwas niedrigerer Zins kann über mehrere Monate attraktiver sein, wenn die Zinsgarantie länger gilt.
Vergleichen Sie daher Zinshöhe und Garantiedauer und prüfen Sie, wie lange der Zinssatz garantiert ist.
Bedingungen für Neukunden prüfen
Hohe Tagesgeldzinsen gelten häufig nur für Neukunden oder für neu eingezahltes Geld. Banken können unterschiedlich festlegen, wer als Neukunde gilt und welche Bedingungen erfüllt sein müssen.
Prüfen Sie deshalb vor dem Abschluss, ob der beworbene Zinssatz für Sie tatsächlich gilt.
Anlagebetrag und Zinsgrenzen berücksichtigen
Nicht jeder Zinssatz gilt automatisch für das gesamte Guthaben. Manche Banken begrenzen Aktionszinsen auf bestimmte Anlagebeträge oder staffeln die Verzinsung nach Höhe des Guthabens.
Prüfen Sie deshalb, ob der beworbene Zinssatz für Ihren gesamten Anlagebetrag gilt.
Einlagensicherung prüfen
Neben dem Zinssatz spielt auch die Absicherung Ihres Guthabens eine wichtige Rolle. Welche gesetzliche Einlagensicherung gilt, hängt insbesondere davon ab, in welchem Land die Bank ihren Sitz hat.
Prüfen Sie daher nicht nur die Zinshöhe, sondern auch, welche Einlagensicherung für das Angebot gilt.
Zeitpunkt der Zinsgutschrift beachten
Banken schreiben Tagesgeldzinsen beispielsweise monatlich, quartalsweise oder jährlich gut. Werden Zinsen häufiger gutgeschrieben und verbleiben auf dem Konto, können auch diese Beträge weiter verzinst werden.
Der Unterschied ist meist kleiner als beim Zinssatz selbst, kann bei ähnlichen Angeboten aber zusätzlich relevant sein.
Lohnt sich ein regelmäßiger Wechsel des Tagesgeldkontos?
Wer nach Ablauf eines Aktionszinses regelmäßig zu einem neuen Tagesgeldangebot wechselt, betreibt sogenanntes Zinshopping oder Tagesgeld-Hopping. Ziel ist es, immer wieder von zeitlich begrenzten Neukundenzinsen zu profitieren. Das kann sich lohnen, wenn der Aktionszins deutlich über dem anschließend geltenden Basiszins liegt. Ob der zusätzliche Ertrag den Aufwand rechtfertigt, hängt jedoch vom Anlagebetrag, der Höhe des Zinsunterschieds und der Dauer der jeweiligen Aktion ab.
Zinshopping im Vergleich: mögliche Zinserträge bei 10.000 Euro
Strategie
Annahme
Zinsertrag nach 12 Monaten
Dauerhafter Zinssatz
2,40 % für 12 Monate
240 €
Aktionszins mit anschließendem Basiszins
4,00 % für 4 Monate, danach 2,00 %
ca. 267 €
Regelmäßiges Zinshopping
beispielhaft 4,00 % über 12 Monate
400 €
Im Beispiel kann ein regelmäßiger Wechsel den Zinsertrag erhöhen. Gegenüber einem dauerhaft mit 2,40 % verzinsten Tagesgeldkonto beträgt der Unterschied bei 10.000 Euro bis zu 160 Euro im Jahr.
Die Rechnung ist jedoch vereinfacht. In der Praxis ist nicht garantiert, dass nach Ablauf eines Aktionszinses erneut ein gleich hohes Angebot verfügbar ist.
Welche Nachteile hat Zinshopping?
Mehr Aufwand: Neue Tagesgeldkonten müssen eröffnet, legitimiert und anschließend verwaltet werden. Wer regelmäßig wechselt, sollte außerdem die Laufzeiten der Aktionszinsen im Blick behalten.
Unterschiedliche Neukundenbedingungen: Banken legen selbst fest, wer als Neukunde gilt. Nach einer Kündigung kann es deshalb unterschiedlich lange dauern, bis erneut ein Neukundenangebot genutzt werden kann.
Mögliche Zusatzbedingungen: Hohe Aktionszinsen können an bestimmte Voraussetzungen geknüpft sein. Dazu können beispielsweise ein bestimmter Anlagebetrag, neu eingezahltes Geld oder weitere Bankprodukte gehören.
Zinsverlust beim Wechsel: Während der Übertragung auf ein neues Tagesgeldkonto kann das Geld vorübergehend unverzinst auf dem Referenzkonto liegen. Bei kurzen Wechselzeiten fällt dieser Effekt meist gering aus, sollte aber berücksichtigt werden.
Wann kann sich ein Wechsel lohnen?
Ein Wechsel ist vor allem dann interessant, wenn der bisherige Aktionszins ausläuft und der anschließende Basiszins deutlich niedriger ist. Je größer der Anlagebetrag und der Zinsunterschied, desto stärker wirkt sich ein Wechsel auf den möglichen Zinsertrag aus.
Ist der Unterschied zwischen zwei Angeboten dagegen nur gering, kann es sinnvoller sein, den zusätzlichen Aufwand gegen den tatsächlichen Mehrertrag abzuwägen.
Tagesgeld gilt grundsätzlich als sichere Form der Geldanlage. Anders als bei Aktien oder Fonds schwankt der Wert des Guthabens nicht mit den Kapitalmärkten. Das wesentliche Risiko besteht deshalb nicht in fallenden Kursen, sondern darin, dass die Bank, bei der das Geld liegt, zahlungsunfähig werden könnte.
Genau für diesen Fall gibt es die gesetzliche Einlagensicherung. Sie schützt Guthaben auf Tagesgeldkonten grundsätzlich bis zu bestimmten Sicherungsgrenzen. Entscheidend ist deshalb vor allem, wie hoch Ihr Guthaben ist und welches Einlagensicherungssystem für das jeweilige Angebot zuständig ist.
Was schützt die gesetzliche Einlagensicherung?
Die gesetzliche Einlagensicherung schützt grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Person und Bank. Dabei werden mehrere geschützte Einlagen bei derselben Bank zusammengerechnet. Haben Sie beispielsweise neben einem Tagesgeldkonto auch Guthaben auf einem Giro- oder Festgeldkonto bei derselben Bank, gilt die Sicherungsgrenze grundsätzlich für die Summe dieser Einlagen.
Bei einem Gemeinschaftskonto hat jede kontoführende Person einen eigenen gesetzlichen Entschädigungsanspruch. Bei zwei Kontoinhabern können dadurch grundsätzlich bis zu 200.000 Euro geschützt sein.
Was passiert, wenn eine Bank zahlungsunfähig wird?
Kann eine Bank geschützte Einlagen nicht mehr zurückzahlen, greift das für die Bank zuständige Einlagensicherungssystem. Dieses übernimmt im Entschädigungsfall die Erstattung der geschützten Guthaben bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze.
Für Sparer bedeutet das: Eine Insolvenz der Bank führt nicht automatisch dazu, dass das Guthaben auf dem Tagesgeldkonto verloren ist. Entscheidend ist, dass die Einlage unter die gesetzliche Einlagensicherung fällt und die geltenden Sicherungsgrenzen eingehalten werden.
Wie unterscheidet sich die Einlagensicherung bei deutschen und ausländischen Banken?
Bei Tagesgeldangeboten aus Deutschland ist in der Regel ein deutsches Einlagensicherungssystem zuständig. Auch bei Banken aus anderen Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) kann Ihr Guthaben gesetzlich geschützt sein, dann greift jedoch das jeweilige nationale Einlagensicherungssystem.
Diesen Unterschied können Sie auch in unserem Tagesgeld-Vergleich berücksichtigen: Mit „Deutsche Einlagensicherung“ beschränken Sie die Ergebnisse auf entsprechende Angebote mit deutscher Einlagensicherung. Bei „Keine Einschränkung“ können auch Angebote mit anderen nationalen Einlagensicherungssystemen angezeigt werden.
„Keine Einschränkung“ bedeutet also nicht, dass das Tagesgeld ungesichert ist. Prüfen Sie vor dem Abschluss beim jeweiligen Angebot daher noch einmal, welche Einlagensicherung tatsächlich gilt und bis zu welchem Betrag Ihr Guthaben geschützt ist.
Gibt es auch einen Schutz über 100.000 Euro hinaus?
Unter bestimmten Voraussetzungen kann die gesetzliche Einlagensicherung vorübergehend auch Guthaben oberhalb von 100.000 Euro schützen. Das kann beispielsweise bei bestimmten größeren Zahlungseingängen im Zusammenhang mit einer privat genutzten Immobilie oder besonderen Lebensereignissen relevant sein.
Darüber hinaus sind einige Banken Mitglied zusätzlicher freiwilliger Sicherungssysteme. Diese können einen weitergehenden Schutz bieten. Ob und in welchem Umfang eine solche zusätzliche Absicherung besteht, hängt jedoch von der jeweiligen Bank und dem Sicherungssystem ab.
Gerade bei Anlagebeträgen oberhalb der gesetzlichen Sicherungsgrenze sollten Sie deshalb genauer prüfen, wie das Guthaben beim jeweiligen Anbieter abgesichert ist.
Was sollte ich beim konkreten Tagesgeldangebot prüfen?
Der Filter in unserem Tagesgeld-Vergleich erleichtert Ihnen die Vorauswahl. Er ersetzt jedoch nicht die Prüfung des konkreten Angebots.
Bevor Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen, sollten Sie deshalb noch einmal kontrollieren, welches Einlagensicherungssystem für die Bank zuständig ist, bis zu welchem Betrag Ihr Guthaben geschützt ist und ob gegebenenfalls eine zusätzliche freiwillige Absicherung besteht.
Das ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie sich für ein Angebot aus dem europäischen Ausland entscheiden oder einen höheren Betrag auf einem einzelnen Tagesgeldkonto anlegen möchten.
Ein Tagesgeldkonto eignet sich vor allem für Geld, das Sie nicht dauerhaft fest anlegen möchten und auf das Sie bei Bedarf kurzfristig zugreifen können müssen. Typische Einsatzmöglichkeiten sind Rücklagen, geplante Ausgaben und regelmäßiges Sparen. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist Tagesgeld dagegen nur eingeschränkt gedacht. Seine Stärke liegt vor allem darin, Rücklagen und kurz- bis mittelfristig benötigtes Geld flexibel verfügbar zu halten und dafür Zinsen zu erhalten.
Notgroschen & Rücklagen
Tagesgeld eignet sich gut als finanzielle Reserve für unerwartete Ausgaben, etwa eine Autoreparatur, eine größere Rechnung oder andere kurzfristige Kosten. Das Geld bleibt verfügbar und wird gleichzeitig verzinst.
Geplante Anschaffungen
Auch Geld für größere Ausgaben lässt sich auf einem Tagesgeldkonto zwischenlagern. Wenn Sie für ein Auto, eine Reise oder eine andere Anschaffung sparen, bleibt das Guthaben bis zur Verwendung flexibel verfügbar.
Regelmäßig sparen
Ein Tagesgeldkonto kann genutzt werden, um regelmäßig Geld zurückzulegen. Über einen Dauerauftrag können Sie monatlich einen festen Betrag vom Girokonto überweisen und so Geld ansparen.
Was sollten Sie vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos beachten?
Bevor Sie ein Tagesgeldkonto eröffnen, sollten Sie neben dem Zinssatz auch die Bedingungen des jeweiligen Angebots prüfen. Je nach Anbieter können sich die Anforderungen an Kontoeröffnung, Referenzkonto, Anlagebetrag und Aktionskonditionen unterscheiden.
Identitätsprüfung
Bei der Kontoeröffnung müssen Sie sich gegenüber der Bank legitimieren. Je nach Anbieter erfolgt das beispielsweise per VideoIdent, PostIdent oder über eine digitale Identifizierung mit dem Personalausweis.
Referenzkonto
Für Ein- und Auszahlungen benötigen Sie in der Regel ein Girokonto als Referenzkonto. Dieses muss nicht zwingend bei derselben Bank geführt werden, sofern der Anbieter nichts anderes voraussetzt.
Persönliche Voraussetzungen
Viele Tagesgeldangebote richten sich an volljährige Privatkunden. Einige Banken bieten zusätzlich Tagesgeldkonten für Minderjährige an, die von den gesetzlichen Vertretern eröffnet werden.
Kosten und Anlagegrenzen
Viele Tagesgeldkonten werden kostenlos angeboten und können bereits mit kleinen Anlagebeträgen genutzt werden. Prüfen Sie beim konkreten Angebot dennoch, ob Gebühren anfallen und ob die Bank einen Mindest- oder Höchstanlagebetrag vorgibt.
Wenn Sie Ihr Geld für einen festen Zeitraum anlegen möchten, finden Sie in unserem Festgeld-Vergleich passende Angebote mit garantierten Zinsen über die vereinbarte Laufzeit.
Bedingungen für Aktionszinsen
Besonders hohe Aktionszinsen können an zusätzliche Voraussetzungen geknüpft sein. Dazu können beispielsweise der Neukundenstatus, neu eingezahltes Geld oder bestimmte Anlagebeträge gehören. Prüfen Sie deshalb nicht nur, ob Sie das Tagesgeldkonto eröffnen können, sondern auch, ob die beworbenen Konditionen tatsächlich für Sie gelten.
Wählen Sie zunächst ein passendes Tagesgeldangebot aus und stellen Sie den Antrag direkt beim jeweiligen Anbieter. Dabei geben Sie Ihre persönlichen Daten an und weisen Ihre Identität nach, zum Beispiel per VideoIdent oder PostIdent. Anschließend können Sie Geld von Ihrem hinterlegten Referenzkonto auf das neue Tagesgeldkonto überweisen.
Müssen Tagesgeldzinsen versteuert werden?
Ja. Zinsen aus einem Tagesgeldkonto zählen grundsätzlich zu den Kapitalerträgen. Darauf fallen in Deutschland grundsätzlich 25 Prozent Kapitalertragsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer an.
Mit einem Freistellungsauftrag können Sie den Sparer-Pauschbetrag nutzen. Dieser beträgt derzeit 1.000 Euro pro Person beziehungsweise 2.000 Euro bei zusammen veranlagten Ehegatten oder Lebenspartnern. Bei ausländischen Banken kann es erforderlich sein, Zinserträge selbst in der Steuererklärung anzugeben.
Kann ich ein Tagesgeldkonto ohne Girokonto eröffnen?
Ein separates Girokonto beim selben Anbieter ist in vielen Fällen nicht erforderlich. Für ein Tagesgeldkonto benötigen Sie jedoch normalerweise ein Girokonto als Referenzkonto. Über dieses Konto werden Einzahlungen und Auszahlungen abgewickelt.
Einige Anbieter knüpfen ihr Tagesgeld allerdings an weitere Produkte wie ein Girokonto. Prüfen Sie deshalb vor der Eröffnung die jeweiligen Voraussetzungen.
Kann ich mehrere Tagesgeldkonten gleichzeitig haben?
Ja, Sie können grundsätzlich mehrere Tagesgeldkonten bei unterschiedlichen Banken führen. Das kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Sie verschiedene Angebote nutzen oder höhere Guthaben auf mehrere Banken verteilen möchten.
Beachten Sie dabei die Konditionen und die jeweilige Einlagensicherung jeder einzelnen Bank.
Hat ein Tagesgeldkonto Auswirkungen auf die SCHUFA?
Ein Tagesgeldkonto ist kein Kreditkonto und kann normalerweise nicht überzogen werden. Deshalb ist für ein klassisches Tagesgeldkonto üblicherweise keine Bonitätsprüfung wie bei einem Kredit erforderlich.
Auch mehrere Tagesgeldkonten führen daher grundsätzlich nicht automatisch zu einer Verschlechterung Ihres SCHUFA-Scores. Bei Angeboten, die mit weiteren Bankprodukten verbunden sind, können jedoch andere Bedingungen gelten.
Kann ich ein Tagesgeldkonto jederzeit kündigen?
Tagesgeldkonten haben üblicherweise keine feste Laufzeit. Sie können das Guthaben daher auszahlen und das Konto grundsätzlich wieder schließen. Wie die Kündigung erfolgt, hängt vom jeweiligen Anbieter ab und ist häufig direkt im Onlinebanking möglich.
Vor der Kündigung sollten Sie das vorhandene Guthaben auf Ihr Referenzkonto übertragen und prüfen, ob noch eine Zinsgutschrift aussteht.
Kann ich ein Tagesgeldkonto für mein Kind eröffnen?
Einige Banken bieten Tagesgeldkonten auch für Minderjährige an. In diesem Fall eröffnen die gesetzlichen Vertreter das Konto für das Kind. Nicht jeder Anbieter bietet jedoch ein Kinder-Tagesgeld an, sodass sich die Voraussetzungen unterscheiden können.
Prüfen Sie deshalb beim jeweiligen Angebot insbesondere Altersvorgaben, benötigte Unterlagen und die Bedingungen für die Kontoeröffnung.