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So erhalten Sie zusätzlich Geld vom Staat für Hauskauf & Immobilie

Ein Eigenheim steht nach wie vor bei vielen Deutschen an oberster Stelle der Wunschliste. Ob man eine gebrauchte Immobilie kauft oder gleich komplett neu baut, es gibt sowohl für die Modernisierung als auch für den Neubau Möglichkeiten, von staatlichen Förderungen zu profitieren. Sind die Voraussetzungen erfüllt, können Sie sich den Wunsch einer eigenen Immobilie mit staatlicher Hilfe erfüllen. Wenn Sie sich bereits in der Planungsphase für die Modernisierung oder den Kauf einer Immobilie befinden, lohnt es sich, sich frühzeitig über alle möglichen Förderungen und deren Bedingungen zu informieren. Gerade beim Kauf oder Bau einer Immobilie sollte man alle Einsparpotenziale nutzen, um Kredite möglichst schnell zu tilgen. Welche Fördermöglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Eigenheim oder Immobilie finanzieren – welche Fördermöglichkeiten gibt es?

Wenn Sie sich den Wunsch vom Eigenheim erfüllen, müssen Sie dafür einiges an Erspartem aufbringen. Das Ersparte reicht in vielen Fällen jedoch nicht aus, um die Immobilie zu erwerben. In der Regel muss man zusätzlich einen Immobilienkredit aufnehmen. Machen Sie sich von vornherein klar, dass Sie hier nichts zu verschenken haben. Angesichts der hohen Summen, die mit Immobilienkrediten verbunden sind, könnte man schnell auf die Idee kommen, dass ein paar Tausend Euro Förderung nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind.

Auf den ersten Blick könnte man diesen Eindruck bekommen. Ein paar Tausend Euro weniger zu bezahlen, kann aber auch bedeuten, einige Monate früher schuldenfrei zu sein, sich den Urlaub mit den Kindern nun doch leisten zu können oder die Schuldenlast allgemein etwas verringern zu können. Als angehender Hausbesitzer holen Sie sich daher jede staatliche Unterstützung, die Ihnen zusteht. Bei diesen staatlichen Förderungen kann es sich um steuerliche Vorteile, Darlehen mit günstigen Zinsen oder Zuschüsse handeln.

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Wohn-Riester – staatliche Förderung für den Erwerb von Immobilien nutzen

Die Wohn-Riester – auch bekannt als Eigenheimrente – gehört wohl zu den bekanntesten staatlichen Förderungen zum Kauf oder Erwerb eines Eigenheims. Die Riester Rente kann man sich später im Rentenalter als Rente auszahlen lassen oder diese inklusive staatlicher Zuschüsse für den Erwerb oder den Umbau einer Immobilie einsetzen. Dass die Riester Rente auch für Wohneigentum genutzt werden kann, ist darauf zurückzuführen, dass Wohneigentum auch als Bestandteil der privaten Altersvorsorge angesehen werden kann. So hat diese staatliche Förderung zum Ziel, dass das Wohneigentum Teil der künftigen Altersvorsorge sein wird.

Vorausgesetzt wird also, dass Sie die Riester Rente für mietfreies Wohnen im Alter einsetzen. Sie können die Wohn-Riester sowohl für die Finanzierung als auch die Entschuldung einer selbst genutzten Immobilie verwenden. Sie haben bei der Wohn-Riester grundsätzlich zwei Möglichkeiten, diese zu gestalten. Sie können das bereits angesparte Guthaben entnehmen oder ein Riester-Darlehen mit regelmäßigen Beiträgen tilgen. Die staatliche Förderung beziehungsweise die staatlichen Zuschüsse unterscheiden sich bei der Wohn-Riester nicht von anderen Riester-Angeboten. Erwachsene erhalten eine Grundzulage von bis zu 175 Euro pro Jahr. Wer Kinder hat, bekommt zusätzlich Geld. Bis zu 300 Euro beträgt die Zulage für jedes Kind. Zudem kann man sich bei Abschluss eines Riester-Vertrags vor Vollendung des 25. Lebensjahres einen Berufseinsteigerbonus von 200 Euro sichern.

Steuerliche Vergünstigungen kann man bei der Wohn-Riester ebenfalls geltend machen. Kurz: Sie können das Guthaben Ihrer Riester-Rente oder Ihr Riester Darlehen für eine Immobilie, die Sie selbst nutzen, einsetzen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie eine Immobilie bauen, kaufen oder eine bestehende Immobilienfinanzierung ablösen möchten. Zu beachten ist allerdings, dass bestimmte Bedingungen bei Riester-Verträgen erfüllt werden müssen.

KfW Darlehen – welche Fördermöglichkeiten gibt es da?

Fördermittel oder Geld vom Staat für Ihre Immobilie oder Hauskauf
Die Riester Rente stellt nur eine der Fördermöglichkeiten für den Hausbau und den Hauskauf dar. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) bietet Förderungen für den Erwerb einer Immobilie sowie für bestimmte Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten an. Gefördert werden können beispielsweise Maßnahmen, die im Zuge des altersgerechten Wohnens getätigt werden. Auch die Investition in erneuerbare Energie wird von der KfW unterstützt. Bei der KfW werden die Förderungen in der Regel als zinsgünstige Darlehen gewährt.

Bei der KfW sind Höchstbeträge von bis zu 50.000 Euro möglich. Bis zu 100 Prozent der förderfähigen Kosten können so zum Teil mit der Förderung gedeckt werden. Wenn Sie eine Förderung der KfW nutzen möchten, müssen Sie diese direkt bei der KfW beantragen. Die Förderung durch die KfW ist grundpfandrechtlich abgesichert. Zu den Förderprogrammen der KfW gehören sowohl Angebote für Neubauten als auch Angebote für Bestandsimmobilien

Für Neubauten gibt es beispielsweise folgende Fördermöglichkeiten:

  • Energieeffizient Bauen
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle
  • KfW-Wohneigentumsprogramm
  • KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile
  • Baukindergeld (12.000 Euro Zuschuss pro Kind: 10 Jahre lang je 1.200 Euro)
  • Erneuerbare Energien – Standard

Ähnliche Förderprodukte gibt es von der KfW auch für Bestandsimmobilien:

  • Baukindergeld (12.000 Euro Zuschuss pro Kind: 10 Jahre lang je 1.200 Euro)
  • Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Baubegleitung
  • Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle
  • Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss-Barrierereduzierung
  • Altersgerecht Umbauen – Investitionszuschuss-Einbruchschutz
  • Energieeffizient Sanieren – Kredit
  • Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit
  • Altersgerecht Umbauen – Kredit

Wie diese Förderprogramme der KfW zeigen, wird vor allem das energieeffiziente Bauen und Sanieren mit Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen gefördert. Wer sich mit größeren Bau- und Umbaumaßnahmen zu diesem Zweck beschäftigt, sollte auf jeden Fall prüfen, ob es von der KfW eine entsprechende Förderung gibt. Die Fördermöglichkeiten der KfW eignen sich optimal, um solche Maßnahmen zu realisieren. Im Idealfall lassen Sie sich vorab von einem Experten rund um die Förderprogramme der KfW beraten.

Hinweis! Seit 17.05.2019 gilt eine längere Frist zur Antragstellung für Baukindergeld: Der Antrag auf Baukindergeld muss spätestens 6 Monate nach Einzug in Ihre selbstgenutzte Wohnimmobilie gestellt werden (vorher waren es 3 Monate).

BAFA – Unterstützung beim Umstieg auf erneuerbare Energie

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (kurz BAFA) bietet für Eigenheimbesitzer und zukünftige Eigenheimbesitzer ebenfalls interessante Fördermöglichkeiten. Das Besondere bei den Förderungen der BAFA: Bei den Förderungen handelt es sich um Zuschüsse, nicht um Darlehen. Das heißt, Sie müssen die Förderung nicht zurückzahlen. Mit Zuschüssen gefördert wird der Umstieg auf erneuerbare Energien.

Gefördert werden beispielsweise Pelletkessel, Pelletkessel mit Pufferspeicher, Pelletofen, Hackschnitzelkessel, Erdwärme und verschiedene Wärmepumpen sowie Solarthermie zur Heizungsunterstützung und Solarthermie zur Warmwasserbereitung. Unter bestimmten Umständen kann eine Förderung des BAFA auch mit Förderungen der KfW kombiniert werden. Lassen Sie sich hier professionell beraten.

Förderung durch Bundesländer, Gemeinden, Städte, Kommunen oder Kirche

Wenn Sie finanzielle Unterstützung beim Hauskauf oder Hausbau benötigen, sollten Sie sich auch über die jeweiligen Förderprogramme in Ihrem Bundesland sowie Ihrer Region erkundigen. Häufig werden von den Bundesländern Familien mit Kindern beim Immobilienerwerb finanziell unterstützt. Es kann hier sowohl Zuschüsse als auch zinsgünstige Darlehen geben. Häufig müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. So werden oftmals nur Familien finanziell gefördert, wenn deren Haushaltseinkommen ein bestimmtes Maximum nicht übersteigt.

In vielen Fällen muss auch die Wohnfläche bestimmte Kriterien erfüllen. Es lohnt sich in jedem Fall, sich näher mit den Fördermöglichkeiten in der eigenen Wohnregion zu beschäftigen. In manchen Fällen beteiligen sich auch Kirchen an der Realisierung des Eigenheims. So stellen Kirchen beispielsweise Grundstücke mit Erbbaurecht zur Verfügung. Kirchen bevorzugen wie Land und Gemeinden häufig Familien mit Kindern und gewähren hier einen Kinderrabatt.

Berücksichtigen sollten Sie bei jeder Fördermöglichkeit, dass diese je nach Institution an bestimmte Bedingungen und Voraussetzungen geknüpft sein können. Beschäftigen Sie sich daher im Idealfall schon vor dem Hausbau oder Hauskauf mit allen möglichen Förderungen und deren Bedingungen. Die Vielzahl an Angeboten und Bedingungen macht es für Laien schwer, hier die Übersicht zu behalten. Sichern Sie sich daher frühzeitig Unterstützung durch einen Experten.

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Finanznews Autor

Autor dieses Artikels: Maurice Rost
Maurice ist BCO bei Duratio und zudem auch als Autor für spezielle Fachthemen unserer monatlichen Finanznews tätig. Vor allem guter Kaffee, Ehrlichkeit gegenüber Verbrauchern und die Unterstützung sozialer Projekte liegen ihm sehr am Herzen.

Fazit zum Beitrag: „Egal, ob Sie eine gebrauchte Immobilie umbauen und modernisieren möchten, oder ob Sie ein Grundstück erwerben und Ihr Eigenheim komplett neu bauen möchten, um von den verschiedenen staatlichen Förderungen zu profitieren, müssen Sie diese in der Regel selbst beantragen. Beschäftigen Sie sich frühzeitig mit den möglichen Förderungen und den jeweiligen Voraussetzungen. Für manche Förderungen gibt es Zeitfenster, die Sie beachten und einhalten müssen.”
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